Diese Kritiken wurden für den Roman "Justin und Louis - Versprechen in der Dämmerung" zusammengetragen
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Nach dem Verlust ihrer Eltern werden Louis und Justin zusammen in ein Jugendheim in Bayern gesteckt, wo sie sich und ihre Sexualität besser kennen lernen. Doch wird dies durch die finsteren Machenschaften des Heimleiters überschattet.

Andy Claus: Louis und Justin
Eigentlich ist in Louis Leben alles in Ordnung. Er hat ein wohlhabendes Elternhaus und muss sich um seine Finanzen keine Sorgen machen, bis seine Eltern bei einem Unfall ums Leben kommen und er zu seiner Tante muss. Doch möchte die nur an das Erbe ihres Bruders und bezichtigt Justin einer psychischen Störung. Justin hingegen hat mit seinen Eltern weniger Glück: Sein Vater ist Alkoholiker und die Mutter kümmert sich nicht um ihn - doch auch seine Eltern sterben bei einem Wohnungsbrand und Justin wird wegen seiner Aggressivität in das selbe Jugendhaus wie Lous eingewiesen. Dort begegnen sie dem Erziehungsleiter, der auf den Erfolg seines alternativen Erziehungsprojektes aus ist. Schnell müssen jedoch die beiden sechszehnjährigen Jungen feststellen, dass dies noch nicht alles ist, auf was der Heimleiter will. Sie geraten unausweichlich weiter in den Sumpf von Drogen, Pornowebseiten und Pädophilie. Bis schließlich ihre Freundschaft und Liebe auf eine harte Probe gestellt wird.

Der Roman „Justin und Louis - Versprechen in der Dunkelheit" von Andy Claus überzeugt durch emotionale Spannung und Aktualität. Dabei erreicht er fast ohne jeglichen Sexszenen eine Romantik zwischen den beiden Jungen und konfrontiert sie mit alltäglichen, aber auch exotischen Problemen und Gefahren in der schwulen Welt. Durch den Tod der Eltern wird ein Zusammenhalt zwischen beiden geschaffen, den der Leser bis zum Schluss des Buches spürt und gerne mitfiebert. Zudem nährt sich Andy Claus Erzählung sensibel dem Thema Pädophilie und gibt exemplarisch Einblicke in die Gedankenzüge dieser Menschen, die harmonisch in das Gesamtbild der Handlung eingebettet sind. Ein durchaus lesenswertes Buch im üblichen hohen Andy-Claus-Niveau.

YoungGay.de - Leseempfehlung

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