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Lieblingsbuch, 10. September 2003 Rezensentin/Rezensent: gubbi1 (Mehr über mich) aus Schwabach Über die Internetseite von Andy Claus bin ich auf die Bücher "Masken aus Glas" und "Herbstgewitter" aufmerksam geworden. "Masken aus Glas" hatte mich schwer beeindruckt, also habe ich mich gleich anschließend auf "Herbstgewitter" gestürzt und war sofort mitten im Geschehen. Die Handlung konzentriert sich diesmal mehr auf eine Person, den Travestiekünstler Richard Sander. Ich habe Richard sofort gemocht, hatte schon nach wenigen Seiten das Gefühl ihn lange zu kennen. Er wirkt zynisch und verbittert, versucht damit seine Verletzbarkeit nach außen hin zu verbergen. Außerdem fühlt er sich alt, kein Wunder bei dem immer mehr um sich greifenden Jugendwahn. Inzwischen ist es ja an der Tagesordnung, daß viele Firmen keine Mitarbeiter über 40 einstellen. Wie schwer muß es da erst in einem Künstlerberuf wie der Travestie sein, wenn man dem durch die Medien forcierten Idealbild "jung und faltenlos schön" nicht mehr ganz entspricht. Richard wehrt sich anfangs verzweifelt gegen Dorians Liebe, bis er irgendwann jede Gegenwehr und damit jeden Selbstschutz aufgibt und ein gemeinsames Leben mit Dorian beginnt. Die ständige Angst ihn wieder zu verlieren ist immer gegenwärtig. Ich habe das Buch gleich zweimal hintereinander gelesen und schleppe es jetzt immer noch ständig mit mir herum. Zwischendurch hatte ich es meiner Mutter geborgt. Sie hat nachts nur zwei Stunden geschlafen, weil sie sich nicht entschließen konnte das Buch wegzulegen. Inzwischen habe ich schon wieder von vorn angefangen zu lesen und trotzdem ich die Handlung kenne ist es nicht langweilig, im Gegenteil. Immer wieder sehe ich manche Details unter einem anderen Blickwinkel als beim ersten mal. Ich lese allgemein sehr viel, jedoch hat mich bisher kaum ein anderes Buch so beeindruckt, daß ich es dreimal hintereinander gelesen hätte. Ich kann Euch allen das Buch nur empfehlen, probiert es einfach aus. Für mich ist es zum Lieblingsbuch geworden. AMAZON Ein Sturm der Emotionen, 27. Dezember 2002 Rezensentin/Rezensent: lupulino aus Frankfurt Nachdem mich "Masken aus Glas" von Andy Claus schon in seinen Bann geschlagen hat, dachte ich, dass sich die Faszination, die die Geschichte von Fernando und Martin auf mich ausübte, nicht mehr steigern lässt. Aber das war ein Irrtum! So begann ich recht zögerlich mit dem Lesen von "Herbstgewitter". Der alternde, mit seinem Leben absolut unzufriedene Richard wird von dem jungen, vor Temperament und Lebenslust sprühenden Dorian durch dessen bedingungslose Liebe und seinen Traum von der gemeinsamen Travestie-Show aus seiner Lethargie herausgerissen. Richard kann ihm nicht widerstehen und lässt sich auf das Abenteuer ein, den jungen Mann ebenso zu lieben wie er ihn. Obwohl der Leser immer wieder durch Richards Bedenken gegen diese auf Dauer aussichtslose Liebe auf das unvermeidliche Ende dieser einzigartigen Beziehung vorbereitet wird, will man einfach nicht wahrhaben, dass es schließlich so kommen muss. Ich konnte mich vom dem Roman fast nicht mehr trennen und las immer längere Passagen, je näher ich dem Ende kam. Ich fühlte mich mitten ins Geschehen hineinversetzt und träumte sogar nachts von Richard und Dorian! Nachdem ich mit großer Beklemmung das tragische Ende dieser wundervollen Beziehung las, war mir fast so, als hätte ich selbst die große Liebe meines Lebens verloren - und dieses Gefühl der Trauer wird auch noch einige Tage anhalten. Andy Claus widmet dieses Buch einem jungen Mann, der nur 27 Jahre wurde...."Herbstgewitter" wird dadurch ein Stück Realität für mich. AMAZON Gelungene Achterbahn der Gefühle, 5. November 2002 Rezensentin/Rezensent: ssch191950 (Mehr über mich) aus Berlin Deutschland Angeregt durch Andy Claus' ersten Roman "Masken aus Glas" las ich auch "Herbstgewitter" und wurde nicht enttäuscht. Die Autorin balanciert gekonnt zwischen Melodram und Zynismus. Kein Ton wirkt falsch (auch wenn mich die Ausrufezeichen hinter jedem Satz nervten, deshalb nur vier Sterne). Claus offenbart ein erstaunliches Insiderwissen. Glaubwürdig werden Richards Ängste und Midlifecrisis geschildert, den Anforderungen seines sehr jungen Geliebten nicht zu entsprechen und scheitert letztendlich daran. Das Finale kommt plötzlich und ist eine Achterbahn der Gefühle. Teil drei der Trilogie - "Sascha" - wird 2003 erscheinen und ich freue mich darauf. AMAZON Herbstgewitter entführt den Leser in eine Welt, die man nur mit Glamour gleichsetzen kann. In die fantastische Welt der Travestie. Aber wie sieht es hinter den Kulissen aus? Wie hart ist das Leben außerhalb von Show, Spaß und guter Laune? Ist es wirklich so Glamourös? Dieses Werk beschreibt ohne zu Beschönigen das harte Leben der Darsteller. Der Kampf ums Überleben. Nicht nur der Kampf gegen Alter und Falten muß Ausgetragen werden, sondern auch der Kampf zwischen Pomp und dem wahren Leben. Ein Teen verliebt sich in einem alternden Travestiestar. An sich schon schwierig genug. Aber wenn nun dieser junge Bengel aus einem sehr reichem Elternhaus stammt, sind Spannun-gen jeglicher Art unumgänglich. Die ganze Triologie (Masken aus Glas, Herbstgewitter, Sascha - Ende der Unschuld) von dem unglaublichen Schriftsteller Andy Claus habe ich regelrecht verschlungen. Im Kopf scheinen die geschriebenen Worte förmlich zu Bilder zu werden, welche vor dem inneren Auge sich als Film wiederspiegeln. Seine Bücher sind Dramatisch, Authentisch und wahnsinnig Spannend. Die ganze Trilogie ist Klasse. Nur Sascha war mir etwas zu traurig. Mußte die Lesung unterbrechen. Ich hoffe es gibt eine Fortsetzung von Herbstgewitter. Danke für den guten Lesestoff und weiterhin so gute Bücher. |
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Dieses Herbstgewitter..., 14. Juli 2006 Rezensentin/Rezensent:Johann Weber "goldenfeasant" (Höhr- Grenzhausen) ... entpuppt sich bald als lauwarmer Frühlingsregen. Sicher die Handlung ist nachvollziehbar, da es um typische Verstrickungen schwuler Lebenswege geht. Allerdings hat die Autorin den Plot in seiner unendlichen Weite ausgebreitet und dabei vergessen, die Thematik in der Tiefe auszuloten. Man gewinnt den Eindruck dass kein Fallstrick des Schicksals ausgelassen werden sollte und tatsächlich kommt es für die Helden der Geschichte ziemlich dicke. Da das Buch sich aber nur über eine gewisse Anzahl von Seiten erstreckt, das Ende also absehbar ist, gerät das ganze wie im Zeitraffer durchlebte Tragödie. Das alles können unmöglich wenige Personen in so kurzer Zeit erlebt haben... Mit der Fülle an guten Stoffen, die hier mit heißer Nadel zusammengeheftet wurden, hätte man mehrere Bücher füllen und dabei jeden Handlungsstrang konsequent durcherzählen können. Auf diese Weise hätte das Herbstgewitter in der Tiefe nachgewirkt und seinen bleibenden Eindruck, den ein solches Naturereignis normalerweise hinterläßt, nicht in einem rasant durchgehechelten Drama- Strip verspielt. |